Haltung & Pflege


Der Rottweiler ist ein pflegeleichter Hund. Abgesehen vom Fellwechsel muss er durchaus nicht jeden Tag gebürstet werden, weil sein Fell nicht zum Verfilzen neigt. Rottweiler haben ein kurzes schwarzes Fell mit Unterwolle, welches an den Backen, am Maul, an den Augenbrauen, unter der Schwanzwurzel sowie auf der Brust und an den Beinen klar abgegrenzte rotbraune Abzeichen, den Brand aufweist.

Ansprüche stellt er allerdings an die Bewegung und die Beschäftigung, die man ihm verschafft: täglich mindestens eine Stunde zusammenhängender Lauf, dazu drei bis vier "Entsorgungsrunden". Radfahren oder Joggen ist eine tolle Sache für Mensch und Hund.

Besonders wichtig ist das tägliche Spielen mit dem Hund, wobei sich wunderbar die Beziehung zu ihm aufbauen lässt . Ihn einfach nur im Garten laufen zu lassen, ist für einen so arbeitsfreudigen Hund viel zu wenig.

Eberhard Trumler, der sich intensiv mit der Verhaltens-forschung für Hunde befasst hat, stellte fest: "Ein Hund, der nicht arbeiten darf, stumpft ab, verkümmert seelisch und ist eine bedauernswerte Kreatur ".

Der Rottweiler ist ein Familienhund. Er entwickelt eine starke Bindung an sein "Rudel" und muss am Familienleben teilnehmen können. Wenn er von Anfang an gut in die Familie integriert wird, erträgt er aber auch eine gelegentliche Zwingerhaltung.

Er ist ein freundlicher Hund mit friedlicher Grundstimmung, kinderliebend, er ist sehr anhänglich, gehorsam, führig und arbeitsfreudig.      

     

Seine Erscheinung verrät Urwüchsigkeit; sein Verhalten ist selbstsicher, nervenfest und unerschrocken. Er reagiert mit hoher Aufmerksamkeit gegenüber seiner Umwelt. Der Rottweiler bringt grundsätzlich eine große Toleranz Kindern gegenüber mit.

Allerdings hängt sein Verhalten immer davon ab, welche Erfahrungen er mit Kindern hat und wie er erzogen ist. Auf der anderen Seite müssen auch Kinder den Umgang mit Hunden erlernen. Sie müssen auf die besondere Wahrnehmungsweise des Hundes und seine Reaktionen auf ihr Verhalten hingewiesen werden. Es ist immer davon abzuraten, - auch wenn der Hund noch so "kinderlieb" ist - , Kinder und Hunde ohne Aufsicht alleine zu lassen. Was der Hund als eine ganz normale, von ihm nicht böse gemeinte "Konfliktregelung" ansieht, kann für das Kind unangenehme Folgen haben.

Dies gilt für alle Hunde, ob groß oder klein.

Wenn man diese Grundsätze beachtet, werden Kinder und ihr Rottweiler ganz sicher gute Freunde werden.


"Zwei, die sich mögen"

 

 

 

<< Baghira vom Zauberwald (Laika) und Anna

Die eine klein, zierlich und zerbrechlich wirkend, die andere groß, stark und für viele angsteinflößend. Zwei Welten prallen scheinbar aufeinander. Aber das stimmt nicht. Kinder sind bei weitem nicht so empfindlich, wie sie teils aussehen und der Rottweiler ist keine Kampfmaschine, die grundlos auf alles und jeden losgeht, um zu beißen oder zu verletzen. So wird diese Rasse leider immer wieder im Fernsehen, Internet oder in der Zeitung dargestellt. Es gibt diese Fälle sicherlich (bei allen anderen Hunderassen auch), aber wer kennt oder nennt die Hintergründe, warum so etwas passiert. Der Rottweiler ist ein anerkannter Schutzhund, der durch seine hohe Intelligenz auch als Arbeitshund, Wachhund oder Spürhund ausgebildet werden kann. Vor allem ist er ein Familienhund. Das können Anna und ich jedenfalls bestätigen. Wird er artgerecht und mit Familienanschluss gehalten, dankt er es einem durch seine unerschütterliche Treue und Anhänglichkeit. Ein toller Nebeneffekt seines kraftvollen Aussehens ist das Gefühl der Sicherheit, das er einem vermittelt.
Anna mag ihre große und starke Freundin, die zwar bisweilen etwas grob im Spielen ist, aber stets für Abwechslung und Spannung sorgt. Sie hört ihr zu, untersucht neugierig Annas Spielzeug und ist stets zur Stelle, wenn Anna sich etwas Neues einfallen lässt. Sollte es ihr dann doch zuviel werden (wenn z.B. der Plastikmähdrescher ständig hinter ihr her rollt) verzieht Laika sich in ihren geliebten Hundekäfig. Hier hat sie dann ihre Ruhe. Anna hat gelernt, dass sie Laika in Ruhe lassen muss, wenn diese sich auf ihren Platz zurückzieht. Und es klappt ausgezeichnet. Beide haben von- und miteinander gelernt, sich zu respektieren und miteinander umzugehen.

Das ist wichtig und unerlässlich.


In Deutschland leben Schätzungen zufolge 7.5 Millionen Hunde,

wobei Deutschland nicht das Land mit der höchsten Hundedichte in Europa ist. Circa zwei Drittel der Hunde in Deutschland sind Rassehunde, ein Drittel sind Mischlinge. Wurden Hunde bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts noch überwiegend als Gebrauchshunde eingesetzt, werden sie heute im deutschsprachigen Raum hauptsächlich als Familienhunde und Sozialpartner gehalten und übernehmen höchstens noch die Bewachung von Haus und Familie.

Die artgerechte Haltung von Hunden ist gesetzlich vorgeschrieben. Nach dem Gesetz heißt es:

"Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen".

Diese Regeln werden in unserer Gesellschaft zu oft missachtet was unter anderem daher rührt, dass sich Leute vor der Anschaffung eines Hundes keine oder zu wenige Gedanken über die Konsequenzen eines solchen Schrittes machen.

Beispielsweise muss ein Hund genügend Bewegung haben, damit keine chronischen Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden entstehen. Es muss beachtet werden, dass der Hund genügend Platz zum Auslaufen und einen Ort hat, an dem er in Ruhe schlafen kann und bei schlechtem Wetter Unterschlupf findet. Ideal dafür wäre ein Garten mit einer Hütte. In einer Wohnung muss er einen definitiven Platz zugewiesen bekommen.

Am Wichtigsten ist sicher, sich die Zeit zu nehmen, den Hund zu erziehen.

deshalb empfehlen wir: die ausbildung in einer bezirksgruppe der landesgruppe rheinland durchzuführen.

Hier ist es wichtig, sich auch im Vorfeld mit Erziehungsmethoden vertraut zu machen, damit man auf den Vierbeiner optimal vorbereitet ist. Wenn man sich die Zeit nimmt, den Hund richtig aufzuziehen, wird der Hund auch den verführerisch duftenden Knochen im Mülleimer ignorieren und beim Kämmen oder Krallenschneiden stillhalten. 

Rechtliches

Die Hundehaltung ist durch zahlreiche Gesetze und Verordnungen geregelt.

Private Hundehaltung ist in Deutschland im Gegensatz zur Haltung anderer Haustiere steuerpflichtig, die Höhe der Steuer wird von der Gemeinde festgelegt.

Die Hundesteuer wird - wie auch andere Steuern - ohne Anspruch auf eine spezielle Gegenleistung (z. B. Beseitigung von Hundekot auf Gehwegen durch öffentlich rechtliche Entsorgungsträger) vor allem zur Deckung des Finanzbedarfs der öffentlichen Körperschaften auferlegen. Eine Steuerpflicht wird allgemein an einen bestimmten Besteuerungstatbestand geknüpft, hier das Halten eines Hundes.

Neben dem allgemeinen und ungebundenen Einnahmezweck verfolgt die Hundesteuer auch den ordnungspolitischen Zweck, die Zahl der Hunde im Gemeindegebiet zu begrenzen.

 


Freilaufflächen in Deutschland

Leinenzwang und Freilaufflächen: Wer sich hierzulande die Frage stellt, ob und wo sein Hund frei laufen darf, erlebt ein Wirrwarr made in Germany. Hier gibts Hilfestellung und wir nennen Freilaufflächen in Deutschland.

Dem Föderalismus sei dank: So wenig es ein generelles Freilaufrecht gibt, so wenig besteht bundesweit Leinenzwang. Doch Regional-verordnungen in allen Ehren, wer Freilaufflächen und Leinenregeln recherchieren will, gerät als reiselustiger Hundehalter schnell in einen Dschungel aus Paragrafen.

Das an Freiflächen reiche Bundesland Hessen hat keine Leinenpflicht verfügt, schreibt dafür aber ein Halsband für alle vor. Münchens Englischer Garten ist im kontrollierten Freigang erlebbar. Würzburg legt erst ab 50 Zentimeter Schulterhöhe Hunde an die Leine. Allerdings trifft der Zwang zu Maulkorb und Leinen die sogenannten Listenhunde bundesweit. Regional wird dafür die Zahl der Gassigeher limitiert. So ist dies laut Verordnung vom 16.6.2011 in Thüringen mit maximal einem Hund einer "gefährlichen Rasse" erlaubt.

Besondere Aufsichtspflicht in Wald und Flur

Bundeseinheitlich gilt: Wildäcker und Stilllegungsflächen dürfen als jagdliche Einrichtungen nicht betreten, Wildtiere dürfen laut Bundesjagdgesetz nicht beunruhigt werden (§ 858 BGB). Zumindest in der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli (in Bremen ab dem 15. März) ist besondere Aufsichtspflicht und das Tragen bzw. Anlegen einer Leine in Wald und Flur vorge schrieben - dreieinhalb Monate lang, inner- und außerorts auf Freiflächen, Feldern und in Wäldern. Den Rechtsrahmen für den Aufenthalt mit Hund im Wald und in der freien Landschaft stellt das Bundeswaldgesetz, präzise: das Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft. Die jeweiligen Regierungen der Bundesländer bestimmen per Gesetz oder Verordnung, ob, wann und wo Hunde außerhalb von Ortschaften toben, buddeln oder rennen dürfen. Daher können kommunal gelockerte Leinenregeln Hunden erlauben, sich auf ausgewiesenen Freilaufzonen und Stränden frei zu bewegen.

Leinenzwang vs. Tierschutz

Pauschaler Leinenzwang ist nicht rechtskonform, unverhältnismäßig und geht lediglich von einer abstrakten Gefahr aus, die sich nicht für alle Hunde verallgemeinern lässt. Die Tierschutz-Hundeverordnung (TierSchHuV) garantiert in Paragraf 2, Abschnitt 1: "Einem Hund ist ausreichend Auslauf außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung (...) zu gewähren. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und Gesundheitszustand des Hundes anzupassen."

Auch Politiker, nicht nur einzelne, sondern als Korporation, zeigen Verständnis für den natürlichen Drang eines Hundes, sich frei zu bewegen. "Ein Unterbinden dieser Bedürfnisse mindert nicht nur das Wohlbefinden der Tiere. Isolierte und in reizarmer Umgebung aufgewachsene Hunde zeigen (...) übersteigertes Angriffs- und Abwehrverhalten", heißt es beispielsweise in einer Stellungnahme der Landesregierung von Sachsen-Anhalt. Darum seien bei kommunalem Leinenzwang "ausreichend viele und großflächige Freilaufareale anzubieten, da sonst eine tierartgerechte Hundehaltung praktisch unmöglich" wäre.

Wo und in welchem Umfang Freilaufflächen für Hunde mit Mensch zur Verfügung stehen soll, entscheiden die Kommunen in Eigenregie. Hamburgs Globalrichtlinie zur Ausweisung von Hundeauslaufzonen schreibt den Bezirksämtern immerhin vor, "so viele Hundeauslaufzonen einzurichten, dass (...) eine Erreichbarkeit dieser Flächen im Umkreis von etwa zwei Kilometern möglich ist".

Deklarierte Freilaufflächen in Nordrhein-Westfalen:
 

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Landesgruppe Rheinland